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Der Schützenverein Hanse hat sich neben dem sportlichen Schießen auch die Brauchtumspflege des Schützenwesens zum Ziel gesetzt.

Voraus gegangen war im Sommer 1995 die Fürstenhochzeit auf dem Marktplatz in Wismar, die aus Anlass des 1000 jährigen Geburtstages des Landes Mecklenburg zu einem Medienspektakel wurde. Mit über 40.000 Besuchern und fünf Salutschüssen unserer Schützen, wurde die riesige duftende Festtafel eröffnet. Damals wurden die Uniformen vom Babelsberg ausgeliehen.

Anfang 1997 fertigten engagierte Vereinsmitglieder eine Böllerkanone an, die zu besonderen Anlässen in Wismar zum Einsatz kam. Eine weitere folgte alsbald.

Im Mai 1998 trugen einige Männer erstmalig die Uniform des I. Musketier Batallions Mecklenburg/Schwerin. Diese Kleidung wurde zwischen 1813 und 1824 in Wismar getragen. Ein Jahr später folgten nicht nur Mecklenburger Uniformen, sondern auch Schwedische und zwar vom `Royal Swedvis Regiment´.

Bei vielen öffentlichen Auftritten in der Stadt oder Umgebung, wie zum Beispiel beim Altstadtfest, bei der Einweihung, der aus Landskrona geliehenen Kanonen auf dem Markt, bei der Völkerschlacht Leipzig, beim Hafenfest, beim "Tag des offenen Denkmals" oder beim Schwedenfest, das jedes Jahr aufs neue gefeiert wird.

Letztes Jahr wurde am dritten Wochenende im August die 100-jährige Wiederkehr (1903) der Rückgabe vom Königreich Schweden an Mecklenburg gefeiert. Dieses Jahr wurden die 775 Jahrfeier und Schwedenfest zusammen gelegt.

Zur Geschichte

Vor fast hundert Jahren, am 19. August 1803 erfolgte im großen -Saal des Fürstenhofes die feierliche Übergabe der Herrschaft Wismar durch den schwedischen Kanzler Otto Heinrich von Thun an den Kammerdirektor Konrad Wilhelm Brünning als Bevollmächtigten Mecklenburgs.

Am Abend des 27. Augustes 1803 begann der feierliche Einzug des Herzoges Friedrich Franz I. mit Glockengeläut und Kanonendonner in Wismar.

Aufgrund dieses Ereignisses wurde das I. Musketier Batallion Wismar, das als Stadtwache diente, aufgebaut.

Wir stellen das I. Musketier Batallion Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, von 1821 in Wismar stationiert unter Major von Pressentin, dar. Kommandant von Wismar war Major von Lützow. Das I. Musketier B. gehörte zur 2. Brigade 2. Division des X. Bundesarmeekorps unter der Leitung von Generalmajor von Both. Das X. Bundesarmeekorps hatte eine Gesamtstärke von 301637 Mann. Mecklenburg Schwerin stellte davon 3580 Mann

Das I. Musketier Batallion hatte eine Stärke von 752 Mann.

- Schwerins Stärke der Atellerie: 6 Kanonen und 2 Haubitzen

- 1813 englische Steinschloßgewehre

- 1819 französische Musketen Modell 1777

- 1837 Einführung von Perkussionszündung

- 1861 Zündnadelgewehr

Der Sold im Monat betrug für den:

- Major 125 Taler

- Feldwebel 8 Taler 24 Schilling

- Musktier 2 Taler 30 Schilling

Das Royal Swedvis Regiment, welches wir mit der Uniform und Fahne darstellen, wurde von Bernadotte 1809 gegründet.

Bernadotte diente sich vom französischen Trommler in nur wenigen Kriegsjahren zum Marschall von Frankreich und wurde 1809 Kronprinz von Schweden, um die Macht vom kinderlosen und alten schwedischen König Karl XIII zu übernehmen.

Das Royal Swedvis Regiment bestand zu einem drittel aus Franzosen und zwei dritteln aus Deutschen. E kämpfte in der Normandie und war im Oktober bei der Völkerschlacht bei Leipzig beteiligt.

Nach der Besetzung Norwegens 1814 wurde es wieder aufgelöst. Es kann also gut sein, dass in diesem Regiment viele Mecklenburger gekämpft haben und vielleicht hat das Regiment sogar am Gefecht bei Retschow teilgenommen.

Unsere Schweden waren ein königliches Regiment.

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